Was Google-Ads-Betreuung kostet, setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Werbebudget, das Sie für Klicks an Google zahlen, einer einmaligen Einrichtung der Kampagnen und einer monatlichen Pauschale für die laufende Betreuung. Bei Marktmagnet kostet die Einrichtung 290 € einmalig, die Betreuung 590 € pro Monat. Wie hoch Ihr Klickbudget sein sollte, wovon der Preis pro Klick abhängt und woran Sie ein faires Angebot für die Anzeigenbetreuung erkennen, lesen Sie hier, Schritt für Schritt und aus Sicht eines Handwerksbetriebs in Österreich.
Kurz gesagt
- Google Ads kostet Sie Werbebudget plus Agenturhonorar. Beides sollte im Angebot getrennt und klar beziffert stehen.
- Den Klickpreis legt Google in einer Auktion fest. Gute Anzeigen und passende Suchbegriffe senken ihn, ohne dass Sie mehr bieten müssen.
- In Österreich gibt es eine Digitalsteuer von 5 % auf Onlinewerbung. Planen Sie sie bei Ihren Werbekosten mit ein.
- Ein transparentes Angebot nennt Einrichtung, monatliche Pauschale, Leistungsumfang und Kündigungsbedingungen, ohne Sternchen und ohne versteckte Zusatzposten.
- Wer lokal Aufträge sucht, braucht vor allem saubere Regionseinstellungen, die richtigen Suchbegriffe und jemanden, der das Konto jede Woche im Blick hat.
Inhaltsverzeichnis
- Die drei Kostenblöcke im Überblick
- Wie der Preis pro Klick entsteht
- Digitalsteuer: der Posten, den viele vergessen
- Welches Werbebudget für einen Handwerksbetrieb sinnvoll ist
- Wie Agenturen die Betreuung abrechnen
- Was im Betreuungshonorar enthalten sein sollte
- Woran Sie ein transparentes Angebot erkennen
- Selbst machen oder betreuen lassen?
- Unsere Sicht als Spezialisten für Handwerksbetriebe
- Google Ads für Handwerker zum Fixpreis
- Häufige Fragen
- Quellen
Die drei Kostenblöcke im Überblick
Viele Handwerker sehen nur eine Zahl, etwa die Monatspauschale einer Agentur, und wundern sich später über die Google-Rechnung. Rechnen Sie deshalb immer mit drei getrennten Posten:
| Kostenblock | Wofür Sie zahlen | Wie oft | Wer bekommt das Geld |
|---|---|---|---|
| Werbebudget (Klickkosten) | Jeder Klick auf Ihre Anzeige | laufend, je nach Klicks | |
| Einrichtung | Konto, Kampagnenstruktur, Suchbegriffe, Anzeigentexte, Region, Conversion-Tracking | einmalig | Agentur |
| Betreuung | Laufende Optimierung, Kontrolle, Berichte, Ansprechpartner | monatlich | Agentur |
Das Werbebudget bestimmen Sie selbst. Es fließt direkt an Google und ist der Hebel für die Menge an Besuchern. Mehr Budget heißt mehr mögliche Klicks, aber nur dann mehr Aufträge, wenn die Kampagne gut gebaut ist.
Die Einrichtung ist die Arbeit vor dem Start: Welche Leistungen bewerben wir, in welchem Umkreis, zu welchen Zeiten, mit welchen Texten? Hier entscheidet sich, ob Ihre Anzeige bei „Badsanierung Graz“ erscheint oder bei „Badezimmer Ideen“, wo selten jemand einen Auftrag vergibt.
Die Betreuung ist die laufende Arbeit danach. Google Ads ist kein Plakat, das man einmal aufhängt. Suchbegriffe ändern sich, Mitbewerber steigen ein oder aus, Saisonen verschieben die Nachfrage. Wer das Konto nicht regelmäßig pflegt, zahlt meist für Klicks, die nichts bringen.
Wie der Preis pro Klick entsteht
Bei Google Ads zahlen Sie nicht für die Einblendung, sondern für den Klick. Den tatsächlichen Klickpreis ermittelt Google in einer Auktion, die bei jeder einzelnen Suche neu läuft. Laut Google zahlen Werbetreibende dabei häufig höchstens den Betrag, der nötig ist, um die Schwellenwerte für den Anzeigenrang zu erreichen und den Mitbewerber direkt darunter zu übertreffen.
In den Anzeigenrang fließen laut derselben Google-Hilfe mehrere Faktoren ein:
- Anzeigenqualität: Wie gut passen Suchbegriff, Anzeigentext und Zielseite zusammen?
- Maximales Gebot: Was Sie höchstens pro Klick zu zahlen bereit sind.
- Schwellenwerte: Mindestanforderungen, die eine Anzeige erfüllen muss, um überhaupt angezeigt zu werden.
- Konkurrenz: Wie viele andere Betriebe auf denselben Begriff bieten.
- Kontext der Suche: Ort, Gerät, Uhrzeit und der genaue Wortlaut.
- Assets und Anzeigenformate: Zusatzinfos wie Telefonnummer, Standort oder weitere Links.
Für Sie als Handwerker heißt das: Der Klickpreis ist keine feste Größe, die Sie hinnehmen müssen. Eine Anzeige, die genau zur Suche passt und auf eine klare Seite mit Anfrageformular führt, kann bei gleichem Gebot weiter oben stehen als eine schwächere Anzeige. Genau hier liegt der Wert einer guten Betreuung: Sie holt mehr aus jedem Euro Werbebudget heraus.
Was ein Klick in Ihrer Branche kostet, hängt stark vom Gewerk und der Region ab. Begriffe mit hohem Auftragswert und vielen Anbietern, etwa rund um Sanierung, sind tendenziell teurer als Nischenleistungen in einer kleineren Bezirksstadt. Eine seriöse Agentur schätzt das vor dem Start für Ihre konkreten Suchbegriffe ab, statt mit Durchschnittswerten zu arbeiten.
Digitalsteuer: der Posten, den viele vergessen
Österreich besteuert Onlinewerbung gesondert. Das Parlament hat 2019 eine fünfprozentige Steuer auf Online-Werbeumsätze im Inland beschlossen; aus den Einnahmen sollen jährlich 15 Millionen Euro an österreichische Medienunternehmen gehen.
Laut Unternehmensserviceportal beträgt die Digitalsteuer 5 % der Bemessungsgrundlage für Onlinewerbeleistungen, die im Inland gegen Entgelt erbracht werden. Steuerschuldner sind große Onlinewerbeleister mit mindestens 750 Mio. € weltweitem und 25 Mio. € inländischem Umsatz aus Onlinewerbung.
Formal zahlt also nicht Ihr Betrieb die Steuer, sondern der große Werbeanbieter. In der Praxis wird so eine Abgabe aber oft als Aufschlag an die Werbekunden weitergegeben. Schauen Sie deshalb auf Ihre Google-Rechnung und rechnen Sie bei der Budgetplanung mit diesem Aufschlag, damit Ihr tatsächlicher Werbeaufwand nicht höher ausfällt als geplant. Wie Sie die Werbekosten und die Steuer in Ihrer Buchhaltung behandeln, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.
Welches Werbebudget für einen Handwerksbetrieb sinnvoll ist
Die ehrliche Antwort: Das Budget richtet sich nach Ihrem Ziel, nicht nach einer Pauschalzahl. Am einfachsten rechnen Sie rückwärts, vom gewünschten Auftrag zum nötigen Budget.
Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Ein Installateurbetrieb im Raum Linz möchte im Monat 8 zusätzliche Anfragen für Heizungstausch.
- Angenommener Klickpreis: 2,50 €
- Angenommene Anfragequote: Von 100 Besuchern schicken 8 eine Anfrage oder rufen an (8 %)
- Für 8 Anfragen braucht der Betrieb also rund 100 Klicks
- Werbebudget: 100 Klicks × 2,50 € = 250 € im Monat
Wird aus jeder dritten Anfrage ein Auftrag, sind das zwei bis drei zusätzliche Aufträge im Monat. Ob sich das rechnet, sehen Sie, wenn Sie den Deckungsbeitrag eines Auftrags gegen Werbebudget und Betreuung stellen. Bei einem Heizungstausch, einer Badsanierung oder einem Dachstuhl reicht oft schon ein einziger zusätzlicher Auftrag, um die monatlichen Kosten zu tragen.
Drei Stellschrauben verändern diese Rechnung am stärksten:
- Der Klickpreis: Bessere Anzeigenqualität und genau gewählte Suchbegriffe drücken ihn.
- Die Anfragequote: Eine klare Zielseite mit Telefonnummer, Referenzen und kurzem Formular macht aus mehr Besuchern Anfragen. Fehlt Ihnen so eine Seite, kann eine eigene Webseite mit Anfrageformular der wichtigste Schritt vor dem Kampagnenstart sein.
- Die Region: Ein zu großer Umkreis bringt Klicks von Menschen, die Sie gar nicht bedienen. Ein sauber gezogenes Einzugsgebiet spart Budget.
Planen Sie mit einem Monatsbetrag, nicht mit einem Tagesbetrag, denn die Ausgaben schwanken von Tag zu Tag. Und geben Sie einer neuen Kampagne einige Wochen Zeit, bis genug Daten vorliegen, um sinnvoll nachzuschärfen.
Wie Agenturen die Betreuung abrechnen
Für die Anzeigenbetreuung haben sich am Markt mehrere Abrechnungsmodelle etabliert. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie gut Sie Ihre Kosten vorhersehen können.
| Modell | So funktioniert es | Was Sie dabei beachten sollten |
|---|---|---|
| Monatliche Pauschale | Fester Betrag pro Monat für einen definierten Leistungsumfang | Gut planbar; der Leistungsumfang sollte schriftlich stehen |
| Prozent vom Werbebudget | Honorar steigt mit dem Budget | Das Honorar wächst mit dem Budget, auch wenn der Aufwand gleich bleibt |
| Abrechnung nach Stunden | Bezahlt wird der tatsächliche Aufwand | Monatskosten schwer vorherzusagen; Stundensatz und Deckel klären |
| Paket inklusive Klickkosten | Ein Gesamtpreis für Betreuung und Werbebudget | Nachfragen, wie viel davon wirklich als Budget bei Google ankommt |
Für Handwerksbetriebe mit lokalem Einzugsgebiet ist die feste Monatspauschale meist das übersichtlichste Modell. Sie wissen am Monatsanfang, was die Betreuung kostet, und das Werbebudget steuern Sie getrennt davon. So bleibt klar, welcher Euro an Google geht und welcher für die Arbeit an Ihrer Kampagne.
Was im Betreuungshonorar enthalten sein sollte
Eine Pauschale ist nur so viel wert wie die Leistung dahinter. Diese Punkte gehören zu einer ordentlichen Google-Ads-Betreuung:
- Suchbegriffe pflegen: Regelmäßig prüfen, bei welchen Suchen Ihre Anzeige erschienen ist, und unpassende Begriffe ausschließen. Wer Fliesenleger ist, will nicht für „Fliesen kaufen billig“ bezahlen.
- Anzeigentexte verbessern: Neue Varianten testen, Leistungen und Region klar nennen, saisonale Angebote einbauen.
- Gebote und Budget steuern: Geld dorthin lenken, wo Anfragen entstehen, und von dort abziehen, wo nur geklickt wird.
- Region und Zeiten anpassen: Einzugsgebiet, Wochentage und Uhrzeiten so einstellen, dass Anzeigen laufen, wenn Ihre Kunden suchen und Sie erreichbar sind.
- Anfragen messen: Anrufe und Formularanfragen als Ziel erfassen, damit klar ist, was die Kampagne wirklich bringt.
- Verständliche Berichte: Keine Zahlenfriedhöfe, sondern die Antworten auf Ihre Fragen: Wie viele Anfragen, zu welchen Kosten, was wurde geändert?
- Ein fester Ansprechpartner: Jemand, der Ihren Betrieb kennt und den Sie anrufen können, ohne jedes Mal neu zu erklären, was Sie machen.
Woran Sie ein transparentes Angebot erkennen
Ein faires Angebot für Google-Ads-Betreuung lässt sich in wenigen Minuten verstehen. Gehen Sie diese Liste durch:
- Klare Beträge: Einrichtung und Monatspauschale stehen als konkrete Zahlen da, nicht als „ab“ mit Sternchen ohne Erklärung.
- Werbebudget getrennt ausgewiesen: Sie sehen, wie viel Geld für Klicks vorgesehen ist und wie viel Honorar ist.
- Leistungsumfang schriftlich: Was passiert jeden Monat konkret, wer macht es, wie oft gibt es einen Bericht?
- Laufzeit und Kündigung: Wie lange sind Sie gebunden, und mit welcher Frist können Sie aussteigen?
- Keine versteckten Posten: Keine nachträglichen Gebühren für Berichte, Anzeigentext-Änderungen oder Telefonate.
- Zugriff auf Ihre Daten: Sie können Ihre Kampagnenergebnisse jederzeit einsehen.
- Exklusivität geklärt: Betreut die Agentur auch Ihren direkten Mitbewerber im selben Ort? Dann bieten im Zweifel zwei Kunden derselben Agentur gegeneinander.
Gerade der letzte Punkt wird oft übersehen. Für einen lokalen Handwerksbetrieb macht es einen großen Unterschied, ob seine Agentur ausschließlich auf seiner Seite steht.
Selbst machen oder betreuen lassen?
Technisch kann jeder ein Google-Ads-Konto eröffnen und eine Kampagne starten. Die Frage ist, was es Sie kostet, das dauerhaft gut zu machen. Zur laufenden Arbeit gehören die wöchentliche Kontrolle der Suchbegriffe, das Nachschärfen von Geboten und Texten, die Pflege des Conversion-Trackings und das Reagieren auf neue Mitbewerber oder Änderungen bei Google.

Für einen Betriebsinhaber, der tagsüber auf der Baustelle steht, abends Angebote schreibt und die Buchhaltung macht, ist das schwer unterzubringen. Ungepflegte Konten verlieren schleichend: Das Budget fließt in Klicks ohne Anfragen, und man merkt es erst, wenn die Rechnung kommt. Eine feste Betreuung kostet eine planbare Pauschale und gibt Ihnen die Stunden zurück, in denen Sie Aufträge abarbeiten, die Ihre Anzeigen gebracht haben.
Unsere Sicht als Spezialisten für Handwerksbetriebe
Wir haben uns auf Handwerksbetriebe spezialisiert, und eines sehen wir immer wieder: Nicht das Werbebudget entscheidet über den Erfolg, sondern wie genau die Kampagne auf den Betrieb zugeschnitten ist. Ein Tischler in Vöcklabruck braucht andere Suchbegriffe, ein anderes Einzugsgebiet und andere Anzeigentexte als ein Installateur in Wien-Favoriten.
Deshalb setzen wir auf feste Preise und einen festen Ansprechpartner. Sie wissen vorher, was Einrichtung und Betreuung kosten, und Sie haben eine Person, die Ihren Betrieb kennt. Versteckte Gebühren oder lange Bindungen passen nicht zu unserem Verständnis von fairer Zusammenarbeit.
Und wir betreuen pro Branche und Region nur einen Betrieb. Wir wollen nicht in die Lage kommen, für zwei Installateure im selben Bezirk gleichzeitig die besten Plätze zu erkämpfen. Wenn wir für Sie arbeiten, arbeiten wir nur für Sie.
die Redaktion
Google Ads für Handwerker zum Fixpreis
Bei Marktmagnet sind die Kosten von Anfang an klar: Die Einrichtung Ihrer Google-Ads-Kampagne kostet 290 € einmalig, die laufende Betreuung 590 € pro Monat. Dafür bekommen Sie das komplette Setup, die laufende Optimierung für lokale Sichtbarkeit und einen festen Ansprechpartner, ohne Bindung und ohne versteckte Kosten. Pro Branche und Region betreuen wir nur einen Betrieb.

Sie wollen erst wissen, wo Sie heute stehen? Mit unserem kostenlosen Sichtbarkeits-Check sehen Sie, wie gut Ihr Betrieb bei Google gefunden wird und wo Potenzial liegt. Für einzelne Gewerke haben wir eigene Seiten, etwa für Installateure, Elektriker, Tischlereien und Malerbetriebe.
Häufige Fragen
Was kostet Werbung bei Google Ads im Monat?
Das hängt von Ihrem Werbebudget und dem Honorar für die Betreuung ab. Das Budget legen Sie selbst fest, bezahlt wird pro Klick. Dazu kommen bei einer Agentur Einrichtung und Monatspauschale, bei Marktmagnet 290 € einmalig und 590 € pro Monat.
Wie viel kostet es, bei Google ganz oben zu stehen?
Einen festen Preis für Platz eins gibt es nicht. Google vergibt die Positionen bei jeder Suche neu in einer Auktion, in die neben dem Gebot auch die Anzeigenqualität und der Kontext der Suche einfließen. Eine gut gebaute Anzeige kann daher weit oben stehen, ohne das höchste Gebot abzugeben.
Ist das Werbebudget in der Betreuungspauschale enthalten?
In den meisten Angeboten nicht: Das Werbebudget fließt an Google, die Pauschale bezahlt die Arbeit an Ihrer Kampagne. Achten Sie darauf, dass beide Posten im Angebot klar getrennt stehen, damit Sie jederzeit wissen, wofür Sie zahlen.
Lohnt sich Google Ads für kleine Handwerksbetriebe noch?
Ja, gerade für lokale Betriebe, weil die Anzeige genau dann erscheint, wenn jemand in Ihrer Region nach Ihrer Leistung sucht. Entscheidend ist eine Kampagne, die auf Ihr Einzugsgebiet und Ihre lukrativsten Aufträge ausgerichtet ist. Bei hohen Auftragswerten kann schon ein zusätzlicher Auftrag im Monat die Kosten tragen.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Tatsächlicher Cost-per-Click (CPC)
- Parlament Österreich: Parlamentskorrespondenz zur Digitalsteuer (2019)
- Unternehmensserviceportal: Digitalsteuergesetz
